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- vom 13.07.2019, 15:52
TF
WARUM SICH DIE MEHRHEIT DER SPD FRAKTION ENTHALTEN HAT

Ein Thema in der letzten Ratssitzung war der Antrag für das Kolpinghaus in Siedlinghausen, mit der Bitte um einen monatlichen Kostenzuschuss in Höhe von 200 € zur Deckung der Betriebskosten.
Wir haben mit Mehrheit entschieden, dass eine Unterstützung des Kolpinghauses Siedlinghausen sinnvoll ist, gerade vor dem Hintergrund, dass der große Saal als Versammlungsstätte für den gesamten Ort genutzt wird. Alle drei Parteien waren sich einig das eine monatlich durchgehende Zahlung nicht von Seiten der Stadt möglich ist. Daher wurden bisher alle Vereine im Stadtgebiet mit Einmalzahlungen unterstützt. Entgegen der Vorlage schlug die CDU eine Einmalzahlung in Höhe von 12.000 € vor.

Aufgrund der in der Vergangenheit durch den Rat gewährten Zuschüsse an Vereine im Stadtgebiet kam der SPD die Summe sehr hoch vor. Aus diesem Grund wurde eine Anfrage an die Verwaltung gestellt, welche Zuschüsse in den letzten Jahren an die Vereine gezahlt wurden. Eine konkrete Antwort konnte nicht gegeben werden.

Die SPD schlug vor, den Antrag zu vertagen, um weitere Informationen zu sammeln und zu prüfen, da uns eine gerechte Zuschussverteilung für alle Vereine im gesamten Stadtgebiet wichtig ist. Dieses wurde abgelehnt.

Vor dem Hintergrund von 5 Haushaltskonsolidierungen – wo sich um Einzelkosten weit kleiner 6.000 € gestritten wurde – sind nicht geplante Sonderausgaben aus dem Haushalt mit Umsicht zu tätigen. Ein Antrag auf Unterstützung des Jugendraums in Winterberg, Fördersumme 2.000 €, wurde seinerzeit abgelehnt. Ebenfalls abgelehnt wurde der Antrag der Kirchengemeinde Silbach. Ferner wurde zu Beginn dieses Jahres der Antrag der CDU Hildfeld in Bezug auf Fehlbeträge wie z. B. Unterhaltungskosten der Dorfhalle zurückgestellt.

Als Zeichen, dass auch wir das Kolpinghaus Siedlinghausen unterstützen wollen, kam der Vorschlag zunächst 6.000 € bereit zu stellen. Über weitere 6.000 € hätte der Rat 2021 entscheiden können. Der Rat hätte in Ruhe prüfen können ob die Summe gerechtfertigt ist und dieses mit der Gleichberechtigung aller Vereine im gesamten Stadtgebiet vereinbar ist. Der Vorschlag wurde vom Bürgermeister und der CDU abgelehnt. Es wurde auf die 12.000 € bestanden und zur Abstimmung gestellt.

Aufgrund dieser Gründe enthielt sich die SPD Fraktion - außer unsere SPD Ratsmitglieder aus Siedlinghausen - bei der Abstimmung.
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- vom 10.07.2019, 14:15
TF
Genossenschaftsmodelle sollen Teil der Lösung sein

Am 12.06.2019 hatte die SPD Winterberg zum vierten Werkstattgespräch mit dem Thema „Wohnen“ interessierte Bürgerinnen und Bürger aus Winterberg ins Dorfgemeinschaftshaus nach Niedersfeld eingeladen.

Norbert Clement von der Volksbank Bigge-Lenne e.G. gab als Immobilienmakler einen Überblick über den Winterberger Immobilien- und Wohnungsmarkt. Bedingt durch die hohe Nachfrage, so Clement, sind in den letzten Jahren die Preise um ca. 10 Prozent gestiegen. Die Nachfrage nach Immobilien ist in der Kernstadt auf Grund der vorhandenen Infrastruktur verständlicherweise höher als in den umliegenden Ortschaften, aber auch hier ist es nicht immer leicht, die passende Wohnung oder das richtige Haus zu finden.

Zudem stand Christoph Harney Architekt aus Kassel zu den Themen Gründung von Wohnungsbaugenossenschaften, altersgerechtes Wohnen und Mehrgenerationenwohnen als soziale Chance im demografischen Wandel als Impulsgeber zur Verfügung. Hier wurden völlig neue Ideen zum gemeinschaftlichen Wohnen und der Finanzierung des Wohnraumes durch viele Schultern diskutiert. Die Gäste waren fasziniert, von einem Fachmann zu hören, welche Kleinigkeiten manchmal für ein attraktives Wohnumfeld ausschlaggebend sein können. Wohneinheiten zum Beispiel werden in modernen Mehrgenerationenhäusern nicht nur horizontal, sondern auch vertikal gedacht. Aus den Kinderzimmern im Obergeschoss kann nach deren Auszug zum Beispiel eine kleine Wohnung für ein junges oder älteres Paar werden.

Mit Martina Mohnke-Brinkhoff vom Pflegedienst Manuela Hörsken aus Winterberg sprachen die Gäste über das Wohnen im Alter in den eigenen vier Wänden. So ist heute der klassische Pflegedienst nicht nur für medizinische Pflege zuständig, sondern vielmehr Helfer bei vielen Belangen im Alltag. Ob mal geputzt, eingekauft oder Wäsche gemacht werden muss, heute ist das kein Problem mehr. Seit dem Inkrafttreten des Pflegestärkungsgesetzes ist die Abrechnung von haushaltsnahen Dienstleistungen möglich und gehört somit ebenfalls zu den Leistungen des Pflegedienstes.

Eine weitere Impulsgeberin, Johanna Mund von der „Bürgerhilfe Olsberg“, deren Fokus auf der Helfervermittlung für Wohnung, Haushalt aber auch Behördengängen liegt, stellte das derzeit für drei Jahre angelegte Projekt aus Winterbergs Nachbarstadt Olsberg vor. Obwohl sich hier einige Angebote mit den haushaltsnahen Dienstleistungen des Pflegedienstes überschneiden, geht es bei der Bürgerhilfe eher um die Vermittlung ehrenamtlicher Helferinnen und Helfer, die kurzfristig und zeitlich begrenzt hilfebedürftige Menschen in ihrer Stadt unterstützen. Sowohl Martina Mohnke-Brinkhoff, als auch Johanna Mund betonten, dass man sich weniger als Konkurrenz sieht, sondern vielmehr als Ergänzung.

Die Werkstattgespräche gehen weiter. Themen für die Zukunft unserer Stadt, wie Jugend, Vereine oder Umwelt, werden zum Inhalt der nächsten runden Tische der SPD Winterberg.
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